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23.09. bis 30.09.
Kirmes Möhrenbach
28.09.2017
Tag der offenen Tür in der
Grundschule Th. Müntzer
Gehren
06.10.
Herbstkleidermarkt für
Baby- und Kinderbekleidung
in Gehren
bis 24.10.

Ausstellung
"Natur und Mee(h)r" - Öl auf
Leinwand von Hartmut Kemter

Weitere Veranstaltungen auf:
www.www-tour.com

letzte Datenaktualisierung:
2017-09-19, 16:49:56

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Geschichte

Kurze Geschichte der Stadt Gehren


Alte Ansicht der Kirche in Gehren Die erste urkundliche Erwähnung Gehrens (Gern) findet sich im Jahre 1299. Am 6. Januar 1299 wurde Johannes, Pfarrer von Gehren, Zeuge einer Eigentumsübertragung durch das Kloster Ichtershausen. Obwohles keinen urkundlichen Nachweis dafür gibt, kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Herren Berlstedt hier ein festes Haus oder eine Burg errichtet hatten, in deren Umfeld es zur Ansiedlung kam.
Der Name "Gehren" ist vermutlich vom mittelhochdeutschen Wort "gere", welches ein keilförmiges Landstück bezeichnet, abgeleitet und bezieht sich offensichtlich auf die Lage zwischen den beiden Bächen Wohlrose und Schobse. Die Bewohner ernährten sich durch Ackerbau und Viehhaltung, durch die Waldwirtschaft - die Köhlerei, die Harzgewinnung sowie die Pechsiederei. Sie betrieben verschiedene Handwerksberufe, leisteten Fuhrdienste und arbeiteten im Bergbau. Durch die Burg war Gehren schon sehr früh zu einem Verwaltungszentrum in der Region geworden. Der Burgvogt und andere Beamte nahmen großen Einfluss auf das Leben im Ort. Nachdem die Schwarzburger Grafen die Burg 1464 endgültig Alte Luftaufnahme von Gehren erworben hatten, wurde sie bedeutend erweitert, in mehreren Bauphasen zu einem Jagdschloss umgestaltet und vorwiegend als Sommerresidenz der Grafen - seit 1697 Fürsten - von Schwarzburg-Sondershausen genutzt. Aus der Hofhaltung im Schloss zogen die Einwohner Gehrens als Hoflieferanten und Bedienstete einen bescheidenen Nutzen.
1486 wird das Eisenhüttenwerk im Hammergrund urkundlich erwähnt. Hier entwickelte sich der Ortsteil Günthersfeld. 1610 entstanden der Drahthammer und der Sichelhammer an der Wohlrose. Wie in allen waldreichen Gebieten entwickelten sich auch an den Wasserläufen bei Gehren mehrere Schneidemühlen. Die oberste Schneidemühle erhielt 1690 ihr Privileg. In der Zeit entstanden auch drei Mahlmühlen. Durch die Erfindung des Buchdruckes um 1450 stieg der Papierbedarf. 1694 wurde an der Wohlrose oberhalb des Sichelhammers eine Papiermühle gegründet. Zwischen 1533 und 1549 hatte Gehren das Privileg eines Stadtfleckens erhalten und wurde 1855 zur Stadt ernannt. Die im 19. Jahrhundert einsetzende Industriealisierung führte nach 1871 zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Seit 1881 besaß Gehren einen Bahnanschluss.
Ab 1882 wurde das Eisenwerk im Günthersfeld in eine Porzellanfabrik umgewandelt, die in den Zeiten guter wirtschaftlicher Entwicklung etwa 400 Arbeiter beschäftigte.
1885 nahm das Dampfsägewerk Theodor Kirsch & Söhne in Gehren seine Tätigkeit auf. Es wurde der bedeutendste Industriebetrieb Gehrens und entwickelte sich zum größten Sägewerk Mitteldeutschlands. 1886 siedelte ein in Erfurt gegründeter Wollpuppenbetrieb nach Gehren über. In Gehren konnten Wollpuppen maschinell hergestellt werden. "Henze & Steinhäuser / Gehren i. Thür., Wollspielwarenfabrik" wurde bald zu einer weltweit bekannten Firma.
Druckereigewerbe und Glasindustrie nahmen im 20. Jahrhundert einen Aufschwung.               


Kurze Geschichte des Ortsteils Jesuborn


Alte Ansicht des Fürstenhofes in Jesuborn Woher dieser Name Jesuborn?
"Born" ist die mundartliche Bezeichnung von Brunnen oder Quelle. Beim Bestimmungswort handelt es sich um die Bedeutung des althochdeutschen Begriffs "jesan", das gären oder schäumen bedeutete und als Gewässerbezeichnung ein "Gichtwasser" benannte. Das Wallfahrer sich hier am "Born Jesu" erquickten und damit namensbildlich wirkten, muss im Bereich der Legende bleiben.
Urkundliche Ersterwähnung fand Jesuborn am Sankt Vitustag (15. Juni) anno 1368. Jesuborn war lange Zeit Sitz der Ritter von Bernstedt. Die Einwohner Jesuborns arbeiteten zu früheren Zeiten als Fuhrleute, Waldarbeiter, Landwirte sowie im Holzgewerbe und später auch in der Porzellanindustrie.

Alte Ansicht vom Schwarzburger Hof in Jesuborn Markante historische Gebäude sind das ehemalige Kammergut der Ritter von Berlstedt (seit 1729 "Schwarzburger Hof“), die Kirche (Einweihung 1819) und die Schule (Neubau 1912) - heute Bürgerhaus. Nachdem Jesuborn im Laufe der Geschichte bereits mehrmals zu Gehren gehörte und wieder ausgemeindet wurde, besteht es seit 1950 endgültig als Ortsteil von Gehren.






Kurze Geschichte des Ortsteils Möhrenbach

 

Möhrenbach wurde im Jahre 1374 erstmals erwähnt. Der Ort zählte zu der Gafschaft Schwarzburg und die Oberherrschaft übten einst die Herren von Berlstedt als Schwarzburger Lehnsherren aus. In der Frühzeit lebte der Ort vom Bergbau. Gefördert wurden Kupfer, Silber und Blei. Flurnamen, wie z.B. Silberberg zeugen heute noch von dem einstigen Gewerbe. Aber auch von der Forstwirtschaft und der Holzverarbeitung, ab dem 17. Jh. auch vom Weberhandwerk lebten die Menschen. Um 1690 wurde eine Glashütte erwähnt.
Von 1533 bis 1920 gehörte der Ort zum Amt Gehren im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, danach bis 1952 zum Landkreis Arnstadt, ab 1952 zum Kreis Ilmenau und seit 1994 zum Ilm-Kreis. (Quelle: Wikipedia)
2013 gründeten die Gemeinde Möhrenbach und die Stadt Gehren eine Landgemeinde als Stadt Gehren und dem Ortsteil Möhrenbach, die am 01.01.2014 vollzogen wurde.
Auf der geologischen Grenze zwischen Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge liegt der rund 650 Einwohner zählende Ort. Man findet heute eine Vielzahl kleiner Gewerbetreibender, rege Vereine und touristische Anbieter. Umgeben von bewaldeten Höhen bis zum Rennsteig und mit klaren Bächen durchzogenen Wiesen, kann man um Möhrenbach die Schönheiten der Natur genießen. Leichte Wanderrouten laden zu jeder jahreszeit in die ruige Umgebung ein. In wildreichen Wäldern besteht die Möglichkeit der Gastjagt. Verschiedenartige Traditionsveranstaltungen, wie Kirmes, Karneval und Silberberglauf, haben ihre Gäste aus nah und fern. Vor über 100 Jahren entdeckten bereits die ersten "Sommerfrischler" Möhrenbach.
(Liebe User! Gerne stellen wir in diesen Absatz bis zu 3 historische Fotos ein. Gerne können Sie uns diese an info(at)gehren.eu, mit Genehmigung zur Veröffentlichung senden.)

 


Kurze Geschichte des Gehrener Schlosses


ALte Ansicht des Schlosshofes Es ist anzunehmen, dass die Geschichte des Schlosses im 11. oder 12. Jahrhundert begann. Vermutlich erhielten die Ritter von Berlstedt den Auftrag zum Bau eines Wartturmes mit der Aufgabe, den Vorbeiziehenden Schutz und Geleit zu gewähren. Um den Wartturm herum kam es dann zur Ansiedlung von Gehren. Der Wachturm wurde vom Schwarzburger Fürstengeschlecht als Jagdschloss ausgebaut und als Sommerresidenz genutzt.
Nach Auflösung der Fürstentümer zu Beginn der Weimarer Republik ging das Gehrener Schloss an das neu gegründete Land Thüringen über und das Gebäude wurde als Wohnhaus sowie teilweise für Unterrichtszwecke genutzt.

Schlossruine im Stadtpark von Gehren Am 11. September 1933 vernichtete ein Großbrand den gesamten Komplex bis auf die Grundmauern. Die Ursachen des verheerenden Brandes waren nach heutiger Kenntnis schwere technische Mängel am Gebäude sowie fahrlässiger Umgang mit offenem Feuer.
Ein intensiv angestrebter teilweiser Wiederaufbau scheiterte jahrelang an der zu geringen Finanzkraft der Stadt Gehren wie auch staatlicher Stellen und so blieb Anfang der 1940er Jahre nur noch der Abriss der meisten Gebäudeteile. Im Rahmen neuer Restaurierungsbemühungen nach der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte 1997 der erste Spatenstich am Hauptportal.

Kirche St. Michael von der Schlossruine aus Die Schachtung in den Trümmerbergen erfolgte meist per Hand, und so ließen sich der Brunnensockel mit seinem schmiedeeisernen Aufsatz, Teile des Portals der Rüstkammer sowie einige andere Architekturelemente ohne zusätzliche Beschädigungen bergen. Auch zukünftig werden die Restaurierungsarbeiten fortgesetzt, um den Komplex weiter zu einem historischen und kulturellen Zentrum Gehrens zu entwickeln. Der heutige Schlosspark mit seiner imposanten Ruine ist Austragungsort vieler kultureller Veranstaltungen, darunter Frühlingsmarkt, Schlossparkfest, Historischer- und Handwerkermarkt und der Weihnachtsmarkt.

Weitere Informationen zum Schloss erhalten Sie hier.